Eselöhrchen – BĂĽcherblog und Rezensionen

Lesen macht Spass

Inseln im Wind von Elena Santiago

santiago inseln im wind Inseln im Wind von Elena SantiagoDie Karibikinsel Barbados wird die neue Heimat von Elizabeth Raleigh. Die junge und eigenwillige Engländerin heiratet den Sohn eines reichen Plantagenbesitzers. Sie verliebt sich in die sagenhaft schöne Insel und … in den Freibeuter Duncan Haynes. Ihm begegnet sie kurz vor ihrer Hochzeit und dann kreuzen sich ihre Wege immer wieder.

 

Es war mein erster Roman aus dem Genre Love and Landscape und ich war positiv überrascht. Die Liebesgeschichte steht natürlich  im Vordergrund. Schon nach wenigen Seiten geht es heftig zur Sache zwischen Elizabeth und Duncan, es knistert zwischen den Beiden und zwischen den Zeilen. Diese „heißen“ Szenen wurden toll beschrieben, so dass es mir jedes Mal warm wurde beim Lesen.

Aber ich bekomme auch jede Menge historische und auch geografische Infos, die geschickt in den Fluss der Geschichte eingebaut wurden. Das Buch besticht von Anfang an durch seine Lebendigkeit. Elena Santiago – besser bekannt als Eva Völler oder Charlotte Thomas – hat auch in diesem Buch ihren Personen so unglaublich viel Leben eingehaucht. Sie hat mit Duncan eine Hauptperson geschaffen, dem nicht nur das Herz von Elizabeth  zu fliegt. Aber auch die anderen Charaktere fand ich sehr interessant und vielschichtig. Für mich war niemand nur gut oder nur böse und das kommt der Realität schon sehr nahe.

Da die Erzählperspektive zwischendurch immer mal wieder wechselte, konnte ich Einblick nehmen in die Gedankenwelt der einzelnen Hauptfiguren und habe mir so nach und nach von jedem ein sehr gutes Bild machen können.

Bis zum Schluss gab es immer wieder Überraschungen und Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Der Spannungsbogen war überraschend hoch für einen Liebesroman und auch mit Hintergrundinformationen wie z. B. den Zuckerrohranbau und die Probleme der Sklaven betreffend, wurde ich bestens versorgt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und mitreißend, es gab keine Längen in dem Buch. Es hat mich in seinen Bann gezogen und bis zum letzten Satz nicht mehr los gelassen.

 

Ein bildgewaltiger und spannender Liebesroman, der vollgepackt ist mit Dramatik und superschönen Szenen.

 

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Die Tigerfrau von Téa Obreht

tea obreht tigerfrau Die Tigerfrau von TĂ©a ObrehtDer Tod ihres geliebten Großvaters löst bei der jungen Ärztin Natalia eine Welle von Erinnerungen aus. Die Geschichte ihres Großvaters wird in Bruchstücken, die sich so nach und nach zu einem Ganzen fügen, erzählt. Eine sehr wichtige Rolle spielen dabei die Tigerfrau und der Mann, der nicht sterben konnte.

Aufgrund der vielen positiven Kritiken war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Ich habe bisher noch keinen Roman gelesen, der im ehemaligen Jugoslawien spielt. Auch das war ein Grund für dieses Buch. Sätze wie: „Draußen hatte die Sonne den frühen Nachmittag totenstill gebacken“ konnten mich schon auf den ersten Seiten überzeugen. Ich liebe schöne Sprache und damit werde ich hier verwöhnt. TĂ©a Obreht zelebriert Sprache auf eine sehr besondere Art. Aber … ja, jetzt kommen einige „Aber“ … für mich bleibt dabei die Geschichte auf der Strecke. Obwohl das Buch so toll geschrieben ist, bin ich nicht richtig warm geworden mit den Mythen und einem Aberglauben, der mich oft den Kopf schütteln ließ. Die Autorin hat versucht, mir die Kultur und die Bräuche ihres Heimatlandes nahe zu bringen, aber es ist ihr bei mir nicht gelungen. Vieles ist mir fremd geblieben, sowohl das Land als auch die Personen. Man sollte schon einen Draht zum Mystischen haben, um dieses Buch wirklich genießen zu können. Das Buch ist in mehrere Geschichten aufgeteilt, diese sind in sich abgeschlossen, hängen aber doch zusammen. Ich habe zwischendurch öfter mal den Faden verloren, denn Natalia begibt sich mal real und mal gedanklich auf die Spuren ihres Großvaters. Es wird sehr viel beschrieben, aber ich mag es lieber etwas lebendiger.

Meine Empfehlung für alle, die gerne schöne Sprache lesen und nicht so viel Wert auf Lebendigkeit legen.

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Wohnzimmerlesung “Zum Teufel mit den Millionen” mit Kim Schneyder

Hallo Ihr Lieben,

es war die Woche der Lesungen! Rici hat die Autorin Kim Schneyder zu ihrer fast schon legendären Wohnzimmerlesung eingeladen. Und ich durfte mit einigen anderen Buchbloggerinnen dabei sein. In einer urgemütlichen Atmosphäre las die charmante Autorin aus ihrem neuen Buch „Zum Teufel mit den Millionen“ und startete damit einen Angriff auf  unsere Lachmuskeln. Kim Schneyder hat die Passagen aus ihrem neuen Buch so lebendig vorgetragen, die Zeit verging wie im Flug und wir haben uns alle köstlich amüsiert.

rici lesung 350x262 Wohnzimmerlesung Zum Teufel mit den Millionen mit Kim SchneyderNatürlich hat sie nach der Lesung noch Bücher signiert und wir haben uns super nett unterhalten. Es war für mich sehr interessant, auch mal hinter die Kulissen blicken zu dürfen. Ich habe so liebe Menschen kennen gelernt und freue mich schon auf die nächste Lesung bei der lieben Rici.

Es war ein superschöner und sehr interessanter Abend und die Rezension zu dem spritzigen Buch könnt Ihr bald hier nachlesen. Ich wünsche Kim jetzt schon viel Erfolg mit ihrem neuen Buch!

 

Liebe Grüße

Eure Nina

 

 

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