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Die Buecherdiebin Film Rezension

Die Bücherdiebin – Der Film – Mein Eindruck

Die Bücherdiebin - Film - Rezension „Wenn das Leben dich bestiehlt, musst du es dir manchmal zurück stehlen“

Dienstagabend hatte ich Herzklopfen auf dem Weg ins Kino. Die Bücherdiebin gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und die bange Frage, ob die Verfilmung dem Buch gerecht wurde, beschäftigte mich schon eine ganze Zeit.

Und es war sooo schön! Ich habe jede Minute der gut zwei Stunden genossen. Die Geschichte wurde so behutsam erzählt, was bei diesem schwierigen Thema ja eher selten ist. Kein erhobener Zeigefinger, keine krassen Szenen. Auch so kann man erzählen und das hat mir schon in dem Buch so gut gefallen.

Die Grundstimmung des Films ist sehr leise und gerade deshalb habe ich sehr aufmerksam zugeschaut. Florian Ballhaus, der Sohn des genialen Michael Ballhaus, hat eine tolle Kameraleistung abgeliefert. Das ist für mich auch immer sehr wichtig. Ich wurde mit wunderschönen Bildern und Momentaufnahmen verwöhnt. Und ein großes Lob geht auch an die Requisite. Es wirkte alles so echt und wäre die Farbe nicht gewesen, dann hätte es auch ein Film sein können, der damals gedreht wurde.

Man kann Bücher nicht eins zu eins verfilmen und das ist natürlich auch hier nicht gelungen. Wichtig ist für mich, dass die Stimmung, die das Buch vermittelt, dargestellt wird und das wurde hier bravourös erreicht. Einen großen Anteil daran hatten natürlich auch die wunderbaren Schauspieler. Geoffrey Rush war perfekt als Vater und auch Emily Watson war prädestiniert für die Rolle der grantigen Mutter. Die Darstellerin der Liesel kannte ich vorher nicht und auch sie hat mich überzeugt. Ich sehe immer noch ihre großen Augen mit dem eindringlichen Blick vor mir. Heike Makatsch hatte eine Minirolle und Barbara Auer als Frau des Bürgermeisters hat mir auch sehr gut gefallen.

Ich war gespannt, wie die Rolle vom Tod aussehen sollte. Er erzählte aus dem Off … leider waren diese Sequenzen sehr kurz. Und wer hätte diesen Part besser übernehmen können als Ben Becker mit seiner markanten Stimme. Die gut zwei Stunden vergingen so schnell und ich überlege, noch einmal ins Kino zu gehen, um den Film ein zweites Mal zu genießen.

Ich bin total begeistert und möchte den Film wirklich jedem ans Herz legen.

Beeindruckend war auch die Stille im Kino. Gerade bei so leisen Filmen fallen die „Störer“ ja extrem auf, aber hier war es totenstill … bis der letzte Ton des Abspanns verklungen ist. Niemand mochte aufstehen … und irgendwie bin ich immer noch hin und weg …

Hier geht es zur Filmseite, dort gibt es einige sehr stimmungsvolle Fotos.

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