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Fünf von Ursula Poznanski

Ich durfte diesen Roman „vorablesen“, vielen Dank an Vorablesen 😉

Auf einer Kuhweide wird eine weibliche Leiche entdeckt, auf ihre Fußsohlen wurden Koordinaten tätowiert. Schnell wird klar, dass es sich hier um eine sehr abstruse und blutige Form von Geocaching handelt. Ein unlösbarer Fall für Beatrice Kaspary und Florin Wenninger?

Der Klappentext verspricht Gänsehaut und Hochspannung und nach dem Hype um Erebos und einer vielversprechenden Leseprobe war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Bisher hatte ich nur mal „im Vorbeigehen“ von Geocaching gehört und war sehr gespannt auf einen interessanten Plot. Ich habe durch dieses Buch sehr intensive Einblicke in diese Trendsportart gewonnen und das hat mir sehr gut gefallen. Und nun kommen ganz viele „aber“, die meine Lesefreude ein bisschen getrübt haben. Denn ich hatte mir  viel mehr von diesem Buch erhofft. Es ist nicht schlecht, aber eben auch nichts Besonderes. Sprachlich schwimmt es im Mainstream. Eingangs hoffte ich auf ein bisschen mehr Originalität – die Beschreibung des ersten Tatortes aus Sicht der Kühe fand ich echt klasse, obwohl es mich ein wenig an „Glennkill“ erinnerte. Leider wurde mir hiervon nicht mehr geboten. Es gab ein paar schöne Beschreibungen und Vergleiche, jedoch waren die eher die Ausnahme.

Die beiden Ermittler haben mir ganz gut gefallen, waren aber auch nicht außergewöhnlich. Das Privatleben und die persönlichen Probleme der alleinerziehenden Beatrice Kaspary nahmen sehr viel … für mich zu viel … Raum ein, das machte sie zwar sehr menschlich, aber mir war es zu alltäglich und dadurch eben auch uninteressant. Teilweise konnte ich Kasparys Verhalten nicht nachvollziehen und ich empfand ihr Bild nicht stimmig. Der – für mich – interessantere Part des Ermittlerduos Florin Wenninger stand leider zu sehr im Hintergrund und wirkte dadurch etwas blass, diese Figur hätte ich lieber etwas mehr ausgeschmückt gesehen. Kaspary hat eindeutig die Hauptrolle, aber von ihren besonderen Fähigkeiten, auf die öfter hingewiesen wurde, habe ich nicht so viel mitbekommen.

Eins der Schlüsselworte in diesem Buch war „langsam“ und das trifft es! Mir war alles zu langsam, es ging einfach nicht voran … bei den Ermittlungen und auch bei der Aufdeckung des Geheimnisses aus Kasparys Vergangenheit. Da hätte ich mir mehr Tempo gewünscht. So plätscherte die Story dahin. Ich habe mich zwar nicht unbedingt gelangweilt, aber unter einem Pageturner stelle ich mir etwas anderes vor. Das Ende hat mich ein wenig entschädigt, denn es war sehr überraschend und nicht vorhersehbar.

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