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Mondscheingarten

Der Mondscheingarten von Corina Bomann

 

Nette Unterhaltung

 

Ich hatte mich so sehr auf das neue Buch von Corina Bomann gefreut, hat mir doch das Vorgängerbuch „Die Schmetterlingsinsel“ so gut gefallen. Es begann vielversprechend, ein geheimnisvoller Prolog machte mich so neugierig auf die Geschichte über die Rosengeige.

 

Aber schon nach wenigen Seiten machte sich schon Enttäuschung in mir breit. Der Strang, der in der Gegenwart spielte, war mir einfach zu banal. Lilly Kaiser, die Inhaberin eines kleinen Antiquitätenladens in Berlin, bekommt überraschend eine alte Geige geschenkt und so begibt sie sich auf die Reise nach London zu ihrer Freundin Ellen, die ihr dabei helfen möchte, das Geheimnis der alten Geige aufzudecken.

 

Ellen ist ganz zufällig Restaurateurin, auf dem Flug nach London lernt Lilly den Inhaber einer Londoner Musikakademie kennen. Und so geht es weiter mit den Zufällen und alles lief mir ein wenig zu glatt. Ich weiß, das ist ein heikles Thema, ohne Zufälle entstehen keine Geschichten, aber hier war es mir einfach zu viel. Die Story in der Gegenwart gefällt mir aus diesem Grund nicht so gut, die Dialoge sind teilweise sehr alltäglich und es kam nicht viel Spannung auf … es plätscherte einfach so dahin. Die Szenarien in der Vergangenheit gefielen mir viel besser. Dort lerne ich ein wenig über Sumatra und ihre Ureinwohner kennen. Aber nur am Rande, hier geht es leider nicht in die Tiefe und die atmosphärische Stimmung fehlte mir sehr.

 

Ich denke, dass meine Erwartungen an dieses Buch einfach zu hoch waren. Die beiden Bücher sind ähnlich aufgebaut. Ich lasse mich gerne überraschen beim Lesen, aber das ist Corina Bomann dieses Mal leider nicht gelungen. Eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich bei solchen Büchern vielleicht nicht verhindern, aber hier erscheint es mir wie Original und Coverversion.  Aber ein Cover kann niemals so gut wie das Original sein und dieses Buch beweist es einmal mehr. Es ist unterhaltsam, lässt sich sehr leicht lesen, die Sprache ist sehr angenehm … aber mir hat einfach etwas gefehlt. Für mich kam keine Spannung auf, in solchen Bücher vielleicht nicht unbedingt erforderlich, aber ich war nicht gefesselt, ich habe nicht viel Neues erfahren. Die Sprache ist schön, aber Corina Bomann kann es viel besser. Die Geschichte hat mich einfach nicht berührt. Es war nett zu lesen, aber mehr nicht.

 

Fazit: Nette Unterhaltung für zwischendurch, wer das Orchideenhaus mochte, dem wird auch dieses Buch gefallen.

 

 

Das Buch ist im Ullstein Verlag erschienen und wurde mir von Vorablesen zur Verfügung gestellt, vielen Dank!

Leseprobe

Meine Rezension bei Amazon und weitere Infos zum Buch findet ihr hier.

 

 

 

 

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