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Die Pforten der Ewigkeit von Richard Dübell

Richard Dübell entführt uns in seinem neuen Roman „Die Pforten der Ewigkeit“ in das Mittelalter im Jahre 1250 und das macht er so spannend und humorvoll, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Schon die wunderschöne Aufmachung  – angefangen bei dem ungewöhnlich gestaltetem Cover über die sehr humorvoll vorgestellten Protagonisten und die selbstgezeichnete Karte bis hin zu den sehr aufschlussreichen Anmerkungen am Ende des Buches macht Lust auf einen Ausflug ins Mittelalter. Und so wie der äußere Rahmen einen literarischen Leckerbissen verspricht, wurden meine Erwartungen mehr als übertroffen.

Kaiser Friedrich II. stirbt, der Katharer Rogers des Bezers macht sich auf die Suche nach dem letzten Geheimnis und findet die Liebe. Die junge Nonne Elsbeth wächst an ihrer Aufgabe, ein neues Kloster zu bauen und bringt einigen Wirbel in das Städtchen Wizinsten. Mehr mag ich zum Inhalt nicht verraten, denn ich habe es genossen, dieses Stück Geschichte langsam zu erkunden, ohne vorher viel vom Hergang zu kennen.

Fiktion und Realität werden sehr geschickt miteinander verbunden und der Schreibstil ist so lebendig, dass ich oft das Gefühl hatte, mittendrin zu sein. Richard Dübell haucht seinen Figuren auf unnachahmliche Art Leben ein: Rogers und seine beiden sehr sympathischen Weggefährten wurden auch zu meinen Gefährten, ich habe mit Elsbeth am Klosterbau geschuftet und mit ihr gelitten und ich bekam Herzklopfen beim ersten Zusammentreffen von Elsbeth und Rogers. Ich kenne kaum einen Autor, der so lebendig schreibt, egal ob es sich um Liebes- oder Kampfszenen handelt, das Kopfkino bekam keine Pause, es sei denn, ich habe eine Zwangslesepause eingelegt. Keiner der vielen Handlungsstränge lief ins Leere. Auf den über 800 Seiten kam keine Langeweile auf, der Spannungsbogen wurde nicht nur durch mehrere Erzählstränge gehalten. Es gab immer wieder neue Überraschungen und Wendungen und am Ende erreicht die Dramatik dann ihren Höhepunkt in einem furiosen Finale.

Richard Dübell hat mit diesem Buch ein Stück Vergangenheit zum Leben erweckt und mich damit restlos begeistert. Dieses Prachtexemplar bekommt einen Ehrenplatz in meinem Regal und ich werde es bestimmt noch mehrmals lesen und genießen.

1 Kommentar

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