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Die Schattenbande Legt Los

Die Schattenbande legt los von Gina Mayer und Frank M. Reifenberg – Rezension

Die Schattenbande legt los - Rezension Zackzerapp, die Schatten sind auf Zack!

Klara, Otto, Paule, Lina sind: Die Schattenbande! Neugierig, flink und furchtlos sind sie immer da, wo ein Verbrechen Aufklärung fordert … Als Otto verdächtigt wird, eine ehrwürdige Großfürstin umgebracht zu haben, müssen die Schatten handeln! Wer steckt wirklich hinter dem Mord? Welche Bedeutung hat das letzte Wort, das die Großfürstin mit Mühe über die Lippen brachte: Soljanka? Und was sind die sagenumwobenen »Tränen der Zarin«, von denen die Schatten bei ihrer Spurensuche erfahren? Immer tiefer geraten die Kinder in eine Welt voller zwielichtiger Gestalten, wovon eine ihnen letztlich den Weg aus dem Dunkel zeigt: Madame Fatale aus der »Schwarzen Katze« … (Klappentext)

Die Aufmachung ist wirklich gelungen, angefangen bei dem nostalgisch anmutenden Cover mit den frechen Kindern, im Innenteil ein Stadtplan von Berlin, in dem alle Orte eingezeichnet sind, die im Roman auf tauchen und die liebevollen Illustrationen.

Das Buch ist in 21 kurze Kapitel aufgeteilt und jedes Kapitel hat eine sehr witzige Überschrift, die mich jedes Mal sehr neugierig gemacht hat.

Dann werden die vier Schatten zunächst einmal vorgestellt in Wort und Bild. Vier sehr unterschiedliche Charaktere und jeder ist auf seine Art sehr liebenswert. Am besten hat mir persönlich Lina gefallen, die kleine schlaue Schwester von Paule, über dessen Berliner Akzent ich die ganze Zeit schmunzeln musste. Aber auch Klara und Otto, die um den Posten des Anführers buhlen, fand ich auf Anhieb ziemlich cool. Die Vier ergänzen sich perfekt und halten zusammen wie Pech und Schwefel. Wer hat in seiner Kindheit nicht von so einer tollen Bande geträumt. Die reizenden Zeichnungen begegnen mir immer wieder im Buch.

Mit viel Witz und Sensibilität entführen Gina Mayer und Frank M.Reifenberg die jungen Leser in eine ganz andere Zeit. Im Berlin der 20er Jahre tauchen Schupos, Pferdedroschken und die Elektrische auf. Sehr passend fand ich auch die „alten“Zeitungsausschnitte, die einigen Kapiteln voran gestellt wurden. Bei Namen wie Billy Barrakuda und Rotze Rosenblut konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Der Schreibstil ist natürlich kindgerecht, aber dabei sehr atmosphärisch, frech und spannend. Da konnte selbst ich richtig mitfiebern!

Die Schattenbande wird sich in die Herzen der jungen Leser schleichen, meins haben sie im Sturm erobert. Obwohl es ein Buch für ganz junge Leser ist (es wird ab 10 Jahren empfohlen), fand ich es spannend und sehr unterhaltsam.

 

Die Autoren:
Gina Mayer sollte meinen Bloglesern gut bekannt sein, denn ich habe schon einige Bücher dieser talentierten Autorin gelesen und rezensiert. Sie schreibt historische Romane und Jugendthriller. Aus ihrer Feder stammt „Das Maikäfermädchen“, eins meiner absoluten Lieblingsbücher.
Frank M. Reifenberg ist gelernter Buchhändler, arbeitete als Presse- und Öffentlichkeitsreferent, besuchte die Internationale Filmschule Köln und schreibt seit dem Jahr 2000 Romane und Drehbücher. Seit 2008 engagiert er sich für die Förderung leseschwacher Jungen. (Quelle: Verlagsseite)

Das Buch ist im Bloomoon Verlag erschienen, vielen Dank für mein Rezensionsexemplar!

Leseprobe

Meine Rezension bei Amazon und weitere Infos zum Buch findet ihr hier.

 

 

 

2 Kommentare

  1. OliviaOlivia03-09-2014

    Hi, das klingt so, als müsste ich es dringend meiner Tochter ans Herz legen…!
    LG
    Olivia

  2. Hallo,
    Ich habe das Buch in der aktuellen Taschenbuchausgabe gelesen. Für eine Detektivgeschichte ist es überraschend komplex angelegt und durch die historische Einordnung zusätzlich spannend. Den phantastischen Bezug finde ich allerdings überhaupt nicht gelungen. Erinnert mich an Gläserrücken unter Jugendlichen, was ja mehr als fraglich ist.
    Liebe Grüße
    Anna

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