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Tea Obreht Tigerfrau

Die Tigerfrau von Téa Obreht

Der Tod ihres geliebten Großvaters löst bei der jungen Ärztin Natalia eine Welle von Erinnerungen aus. Die Geschichte ihres Großvaters wird in Bruchstücken, die sich so nach und nach zu einem Ganzen fügen, erzählt. Eine sehr wichtige Rolle spielen dabei die Tigerfrau und der Mann, der nicht sterben konnte.

Aufgrund der vielen positiven Kritiken war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Ich habe bisher noch keinen Roman gelesen, der im ehemaligen Jugoslawien spielt. Auch das war ein Grund für dieses Buch. Sätze wie: „Draußen hatte die Sonne den frühen Nachmittag totenstill gebacken“ konnten mich schon auf den ersten Seiten überzeugen. Ich liebe schöne Sprache und damit werde ich hier verwöhnt. Téa Obreht zelebriert Sprache auf eine sehr besondere Art. Aber … ja, jetzt kommen einige „Aber“ … für mich bleibt dabei die Geschichte auf der Strecke. Obwohl das Buch so toll geschrieben ist, bin ich nicht richtig warm geworden mit den Mythen und einem Aberglauben, der mich oft den Kopf schütteln ließ. Die Autorin hat versucht, mir die Kultur und die Bräuche ihres Heimatlandes nahe zu bringen, aber es ist ihr bei mir nicht gelungen. Vieles ist mir fremd geblieben, sowohl das Land als auch die Personen. Man sollte schon einen Draht zum Mystischen haben, um dieses Buch wirklich genießen zu können. Das Buch ist in mehrere Geschichten aufgeteilt, diese sind in sich abgeschlossen, hängen aber doch zusammen. Ich habe zwischendurch öfter mal den Faden verloren, denn Natalia begibt sich mal real und mal gedanklich auf die Spuren ihres Großvaters. Es wird sehr viel beschrieben, aber ich mag es lieber etwas lebendiger.

Meine Empfehlung für alle, die gerne schöne Sprache lesen und nicht so viel Wert auf Lebendigkeit legen.

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