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Die Wildrose von Jennifer Donnelly

Das letzte Buch der Rosentrilogie ist Seamie, dem jüngsten Spross der Finnegans und seiner großen Liebe Willa gewidmet.  Die Beiden sind seelenverwandt, lieben einander und das Bergsteigen … bis zu dem verhängnisvollen Unfall, bei dem Willa ein Bein verliert. Danach trennen sich ihre Wege für eine lange Zeit. Das Schicksal führt sie wieder zusammen, aber Seamie ist mittlerweile verheiratet …

Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, denn vor einigen Jahren habe ich den ersten Teil der Trilogie – Die Teerose – gelesen. Nach den ersten Seiten kam es mir vor wie gestern, es war ein bisschen wie „heimkommen“. So vieles war mir vertraut und Jennifer Donnelly hat mir in kurzen Rückblenden ein wenig auf die Sprünge geholfen. So war es auch nicht schlimm, dass ich das mittlere Buch noch gar nicht gelesen habe.

Donnelly hat eine ganz besondere Art zu erzählen, Spannung zu erzeugen, mich zu fesseln und dann nicht mehr los zu lassen. Was auf den ersten Blick wie eine kitschige Liebesgeschichte anmutet, ist so viel mehr. Es ist Abenteuer, es ist Spionage, es ist Familiengeschichte und es ist eine Kriegsgeschichte. Historische Persönlichkeiten wie Lawrence von Arabien verleihen der Geschichte einen ganz besonderen Glanz. Die Liebe spielt natürlich eine große Rolle in diesem Buch, „diese furchtbare, herrliche Liebe“ in all ihren Facetten.

Donnelly lässt die 20er Jahre aufleben, die Parties, die Kriegsvorbereitungen. Ich habe nicht nur Willa und Seamie begleitet, die vielen kurzen Kapitel sind unterschiedlichen Personen gewidmet. Das war zum einen sehr förderlich für den Spannungsbogen, der nie abgerissen ist und ich konnte das Geschehen aus sehr vielen Blickwinkeln betrachten.

Die politischen Hintergründe dieser Zeit wurden sehr gut beschrieben, ich habe den Kampf um das Wahlrecht der Frauen genauso gut mitverfolgt wie den Ausbruch des ersten Weltkrieges. Ich habe mit den traumatisierten Kriegsversehrten gelitten und immer wieder gehofft, dass Willa und Seamie endlich wieder zueinander finden. Diese Liebesgeschichte war für mich das Sahnehäubchen in diesem wunderbaren Buch, aber sie nimmt nur den Raum ein, der notwendig ist.

Dieses wundervolle Buch hat mich sehr gut und niveauvoll unterhalten, ich hätte immer weiter lesen können.

 

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1 Kommentar

  1. leseloungeleselounge06-01-2012

    Hach! Das hört sich sehr romantisch und gemütlich an. Ich habe „die Teerose“ noch ungelesen im Regal und werde es mir für den Herbst aufheben. Und dann lese ich alle drei Teile hintereinander. Wenn es mir denn gefällt.
    Eine schöne Buchbeurteilung, die bei mir die Vorfreude auf den ersten Teil erneut geweckt hat!

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