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Himmelstal von Marie Hermanson

Daniel besucht seinen Bruder Max in Himmelstal, einem Sanatorium in den Schweizer Alpen. Auf Wunsch von Max tauschen beide vorübergehend ihre Identität, da Max wichtige Dinge erledigen muss und das Sanatorium nicht ohne weiteres verlassen kann. Von da an nimmt das Unheil seinen Lauf, denn Max kehrt nicht wie vereinbart zurück und in Himmelstal ist nichts so wie es scheint. Niemand glaubt Daniel, dass er nicht Max ist und der anfangs so idyllische Ort wird immer bedrohlicher.

Die Geschichte ist von Anfang an sehr geheimnisvoll, ich bekomme nur langsam Einblicke in das Leben von Max und Daniel und in die Zustände in Himmelstal. Mir ist es zu langsam, ein bisschen mehr Tempo hätte der Story bestimmt gut getan. Der Schreibstil ist nordisch unterkühlt und somit perfekt geeignet, um eine leichte düstere Stimmung zu verbreiten, auf die ich ja schon durch das Cover, das mich an die Splatter-Filme aus den 80ern erinnert, vorbereitet wurde. Ich konnte das Böse die ganze Zeit ahnen, aber ich bin lange im Dunkeln getappt, denn obwohl das Buch in der 3. Person erzählt wird, erfahre ich nicht mehr als Daniel, der nur so nach und nach hinter das Geheimnis von Himmelstal kommt. Der Schreibstil  erinnert mich an einen kristallklaren Bergsee. Oberflächlich betrachtet sehr schön, aber beim Eintauchen bekomme ich eine Gänsehaut, die sich langsam ausbreitet. Schade nur, dass die Autorin den Nervenkitzel nicht konstant auf einem Level halten kann. Er flammt immer mal wieder auf und das auch auf eine feine hintergründige Art. Das gefällt mir sehr gut, denn ich mag keine Blutorgien. Zum Ende hin wird die Story allerdings etwas abstrus, so dass ich dieses Buch, das so einen guten Einstieg hatte, letztendlich nur mittelmäßig finde.

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