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Totengarten K

Im Totengarten von Kate Rhodes

Atmosphärisch, aber nicht spannend

Ein gespenstisches Cover, ein verheißungsvoller Klappentext und ein interessanter Prolog ließen mich auf einen spannenden Thriller hoffen. Aber leider war nur der Anfang viel versprechend.

Die etwas eigenwillige Psychologin Alice Quentin holt sich ihre Kraft aus ihren einsamen Läufen durch die Straßen von London. Alice erzählt in der Ich-Form und so lerne ich die dunklen Ecken von London  kennen, deren Atmosphäre Kate Rhodes wunderbar eingefangen hat. Auch die dunklen Ecken in der Seele von Alice offenbart sie mir und ich mag ihre etwas spröde Art.

Auf einem ihrer abendlichen Läufe entdeckt sie eine übel zugerichtete Frauenleiche. Das war einer der spannenden Momente, die in diesem Buch leider Mangelware sind. Alice leicht gestörtes Liebesleben und ihr durchgeknallter Bruder, der alle möglichen Drogen in sich hineinstopft, spielen die Hauptrollen in diesem Thriller, der in meinen Augen keiner ist. Die Aufklärung der Frauenmorde – Alice findet noch weitere tote Frauen – ist eher nebensächlich. Und das ist das große Manko in diesem Buch. Es ist gut geschrieben, sehr atmosphärisch und sehr flüssig, aber … nicht spannend. Von einem Thriller erwarte ich einfach etwas Anderes.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Charaktere. Obwohl Alice in der Ich-Form erzählt, kommt sie mir nur anfangs nah und eine gewisse Distanz kann ich einfach nicht überwinden. Das Schicksal teilt sie mir allen „wichtigen“ Charakteren in diesem Buch, alle bleiben auf eine eigentümliche Art blass. Vielleicht ist das ja von der Autorin so gewollt, mich hat es aber gestört.

Thriller-Fans werden nicht wirklich Freude an dem Buch haben, denn das wichtigste Kriterium – die Spannung – fehlt auf weiten Strecken.

 

Das Buch ist im Ullstein-Verlag erschienen und hier geht es zur Leseprobe.

 

Meine Rezension bei Amazon und weitere Infos zum Buch findet ihr hier.

 

 

 

1 Kommentar

  1. IsabelIsabel04-15-2013

    Hallo Nina,
    kann Dir nur voll und ganz zustimmen. Das Buch hat sich wie nix weglesen lassen, aber Spannung … absolute Fehlanzeige und richtig „warm“ bin ich mit der Protagonistin auch nie geworden.
    LG Isabel

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