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Todesfrist

Todesfrist von Andreas Gruber – Hörbuchrezension

Todesfrist Dunkel wars, der Mond schien helle …

48 Stunden. Nach Ablauf dieser Frist bringt der Entführer seine Opfer auf brutale Weise um. Doch zuvor spielt er ein grausames Spiel …
Kurz vor Beginn ihres Nachtdienstes nimmt der Abend für die Münchner Kriminalkommissarin Sabine Nemez eine schreckliche Wendung: Ihr Vater passt sie ab und berichtet unter Tränen, dass ihre Mutter seit zwei Tagen verschwunden ist. Entführt! Für Sabine werden die nächsten Stunden zum Alptraum – doch sie gibt nicht auf und beginnt zu ermitteln. Zusammen mit dem Wiesbadener BKA Beamten Maarten S. Sneijder heftet sie sich an die Fersen des Entführers.
(Klappentext)

Der Prolog war eine gute Einführung, denn er geizte nicht mit Gänsehautfeeling der makaberen Art und mir wurde kalt. Schon hier bekomme ich einen Vorgeschmack, wie krank und psycho der Täter ist. Diese Szene wurde durch das Opfer erzählt, was ich persönlich als besonders schlimm empfinde. Und durch die Stimme von Doris Wolters, die sich dieser grausamen Situation so angepasst hat, wurde es noch eine Spur beklemmender. Ich musste heftig schlucken und ich denke nicht, dass es mir beim Lesen genau so ergangen wäre. Doris Wolters hat den Prolog perfekt in Szene gesetzt. Ich bin begeistert von ihrer Art zu lesen. Sie verändert ihre Stimme immer nur um eine kleine Nuance und die Wirkung ist enorm. Das zieht sich durch das ganze Hörbuch. Eine Stimme, der ich immer weiter zuhören könnte!

Die Story wird in zwei Strängen erzählt. Der Entführer nimmt mit Helen Berger Kontakt auf und spielt mit ihr ein gemeines Spiel, denn der Einsatz ist das Leben seines entführten Opfers. Hier wird die Grausamkeit des Spiels so deutlich. Bei der Kontaktaufnahme verstellt er seine Stimme und das wurde von Doris Wolters perfekt vorgetragen. Beim Lesen hätte es mich bestimmt nicht so gegruselt wie beim Hören.

Der andere Strang ist Sabine Nemez und dem genialen Maarten S. Sneijder gewidmet. Seine Interpretation durch Doris Wolters war einfach brillant. Sie gibt ihm eine leicht näselnde Stimme mit dem typisch niederländischen Dialekt. Auf diese Stellen habe ich mich besonders gefreut und ich war ziemlich schnell ein Fan von diesem sympathischen Ekelpaket. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und stösst seine Mitmenschen reihenweise durch seine direkte Art vor den Kopf. Seine von ihm gewählte Partnerin Sabine Nemez nennt er liebevoll Eichkätzchen, was ihr anfangs gar nicht gefallen hat. Zwischendurch muss er immer mal wieder einen Joint rauchen gegen seine Clusterkopfschmerzen und das macht er mit einer Selbstverständlichkeit, über die ich mich einfach nur amüsieren konnte.

Sneijder und Nemez bilden ein stimmiges Team und kommen dem Täter immer näher. Der Spannungsbogen ist straff gespannt und hielt sich bis zum Ende. Dort sah ich dann auch den Prolog mit ganz anderen Augen, was mir eine weitere Gänsehaut bescherte. Der Plot ist gut erdacht, nicht vorhersehbar und sehr spannend erzählt. Das I-Tüpfelchen ist für mich Doris Wolters, die mit ihrer Stimme jede Szene perfekt interpretiert!

Autor:
Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, studierte an der dortigen Wirtschaftsuniversität, arbeitet halbtags im Büro eines Pharma-Konzerns und lebt mit seiner Familie und vier Katzen in Grillenberg in Niederösterreich. Seine Bücher wurden u.a. dreimal mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Der Versicherungsdetektiv Peter Hogart ermittelt in den beiden Romanen »Schwarze Dame« und »Die Engelsmühle«. Zuletzt erschienen die Romane »Rachesommer« und »Todesfrist«. Der neue Thriller »Herzgrab« ist im Dezember 2013 bei Goldmann erschienen. (Quelle: Amazon)

Sprecherin:
Doris Wolters arbeitet als Schauspielerin und Sprecherin in Hörspielen sowie Hörfunk- und Fernsehfeatures des SWR, DRS und ARTE. Sie erhielt 2012 den Deutschen Hörbuchpreis als Beste Interpretin für ihre Lesung von Zsuzsa Bánks „Die hellen Tage“. Ihre Stimme ist auf zahlreichen weiteren Hörbüchern des Audiobuch Verlags zu hören. Darunter finden sich literarische Spitzen und lyrische Ausflüge, aber auch spannende Unterhaltungsliteratur und eindringliche Biographien. Ob heiter-ironisch oder ernsthaft, selbstbewusst oder sanft-zurückhaltend, Doris Wolters versteht es die richtige Stimmung eines Textes einzufangen. (Quelle: Audiobuch-Verlag)

 

Das Hörbuch ist im Audiobuch-Verlag erschienen. Hier findet Ihr auch eine Hörprobe. Vielen Dank für mein Rezensionsexemplar!

 

Homepage von Andreas Gruber

 

Meine Rezension bei Amazon und weitere Infos zum Buch / Hörbuch findet ihr hier

 

 

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