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Weisser Oleander von Janet Fitch

Astrid ist gerade mal 12 Jahre alt, als ihre dominante Mutter wegen Mordes an ihrem Liebhaber zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt wird. Für Astrid beginnt eine aufreibende Odyssee von einer Pflegemutter zur nächsten, eine Suche nach ihren Wurzeln. Trotz aller Widrigkeiten findet Astrid zu sich selbst und den Platz in ihrem Leben.

Die sehr schöne poetische Sprache und die harte Story stehen in starkem  Kontrast zu einander. Das hat mich anfangs sehr fasziniert und gefesselt. Bis zur Hälfte habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Aber im weiteren Verlauf hat sich die Sprache etwas abgenutzt und konnte mich nicht mehr begeistern. Die unschönen Dinge, die Astrid erleben musste, fand ich  dann doch etwas überzogen. Manches wurde dann auch unglaubwürdig und ich konnte Astrids Verhalten nicht immer nachvollziehen und verstehen. Man sollte nicht zu zart besaitet sein, denn das ist schon harter Tobak, was Astrid in den diversen Pflegefamilien erleben muss. Es verändert sie, es macht sie stärker, aber nicht unbedingt sympathischer. Der Oleander spielt immer wieder eine Rolle und deshalb finde ich den Titel des Buches sehr gut gewählt.

Es ist ein gutes Buch und es ist ein wichtiges Buch … aber man muss sich schon darauf einlassen können und das ist mir nicht ganz gelungen. Mich hat das Buch zum Ende hin sehr deprimiert, es war mir zu lang und letztendlich war ich froh, als ich endlich den letzten Satz gelesen habe.

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