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Wer das Schweigen bricht von Mechtild Borrmann

Robert Lubisch findet im Nachlass seines Vaters das Foto einer ihm unbekannten Frau. Neugierig macht er sich auf die Suche und das bringt nicht nur sein Leben durcheinander.

 

Bei diesem Buch wusste ich schon nach den ersten Sätzen,  dass es mir gefallen wird. Borrmann hat Sätze kreiert, die mich mitten ins Herz treffen. Sie hat die Fähigkeit, sehr kurz und präzise so viel auszudrücken. Ich würde am liebsten all meine Lieblingssätze aus diesem Buch zitieren.

Für mich ist dieses Buch nicht nur ein Kriminalroman, es ist so viel mehr, es ist ein Stück Zeitgeschichte, es ist ein Buch über Freundschaft und Verrat. Und ein Buch über verschmähte Liebe. Hier stehen ganz eindeutig die Menschen im Vordergrund, mit all ihren Schwächen, Ängsten und auch Träumen. Dieses Buch geht unter die Haut … mit Sätzen wie: „Alles war mit einem Schlag ohne Sinn gewesen. Ohne seinen Leichtsinn.“ Da hatte ich wirklich Gänsehaut und kann man mit so wenigen Worten noch mehr ausdrücken?

Borrmann schreibt nicht nur, sie zelebriert Sprache. Sie baut eine ganz feine Spannung auf und auch ihre Personen beschreibt sie bis in die Nebenrollen sehr liebevoll. Sie hat die Atmosphäre sehr gut eingefangen auf beiden Zeitebenen. Die Vergangenheit spielt eine wichtige Rolle, beginnt die Geschichte doch 1939. Die Gegenwart wird sehr geschickt mit der Vergangenheit verknüpft und auch die überraschende Auflösung ganz am Ende, fährt „zweigleisig“.

Es ist schon etwas ganz Besonderes, was Mechtild Borrmann ihren Lesern hier geschenkt hat und ich kann mich nicht erinnern, dass mich jemals ein Kriminalroman so bewegt hat.

 

Meine Rezension bei Amazon und weitere Informationen zu dem Buch findet Ihr hier.

 

 

1 Kommentar

  1. IsabelIsabel06-12-2012

    Hallo Nina,
    das Buch hört sich wirklich interessant an … werde es mir in jedem Fall einmal merken.
    LG Isabel

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